Meine Social-Media-Pause

Vor wenigen Tagen habe ich meine Social-Media-Pause auf Twitter angekündigt. Dies tat ich 2017 schon ein Mal, aus Protest einiger Änderungen auf Twitter, doch dieses Mal ist es eine private Aktion von mir, die ich sogar auf alle Social-Media-Kanäle ausbreiten werde.

Das letzte Jahr war, im Bezug auf das Internet, kein gutes. Ich habe viel Mist gebaut und bekam dafür die Rechnung. Zwar konnte ich erst kürzlich einen hervorragenden Dialog mit einigen Autoren führen und es gibt aktuell eine Zeit des Friedens, doch bin ich einfach von Twitter, Facebook und Co. übermüdet, was nicht die Schuld der Autoren ist, mit denen ich den Dialog führte.
Auf sozialen Netzwerken läuft vieles falsch. Der Ton wird stetig rauer, die Themen werden plumper und die Hetze findet mittlerweile sogar auf Twitter Einzug. Und aktuell bin ich in einer emotionalen Phase der Charakterentwicklung und äußerst empfindlich auf so ziemlich alles.

Wenn ich doch mal einen schwachen Moment habe und etwas poste, das ich nicht posten sollte und die Rechnung dafür bekomme, dann nehme ich so etwas immer mit in das reale Leben. Das ist jetzt schon relativ lange nicht mehr passiert, doch es kann passieren und wenn ich dann miese Laune wegen meiner Twitter-Eskapaden habe, dann macht es sich im echten Leben bemerkbar und DAS darf nicht passieren.
So etwas sollte nie passieren. Jeder sollte Internet und Real-Leben voneinander trennen, doch ich habe damit Probleme und darf nicht zu lassen, dass ich in einer Zeit der Charakterentwicklung, wo ich von einem Psychologen, zu einem anderen laufe, dann zu einem Proktologen und schließlich zu einer Jugendhilfe-Maßnahme fahre, Probleme in das Leben lasse, wo diese nichts zu suchen haben. Wie gesagt: ICH habe Schuld, niemand sonst! Und deswegen ziehe ich für mich die Konsequenz. Ich mache vom Montag, den 08.01.2018 bis zum 08.02.2018 eine vollständige Social-Media Pause. Keine Werbung zu „Weil du mir gut tust“ auf Twitter oder Facebook (Facebook nutze ich eh privat). Keine Fotos auf Instagram. Ich konzentriere mich in diesem Monat vollständig auf die Teile des Internets, die mir Spaß machen und blende alles andere aus, denn aktuell mag ich das Internet nicht sonderlich. Ich sah vor zwei Tagen eine Episode zur Anthologie-Serie „Blackmirror“, in der Social-Media thematisiert wurde. Themen wie Cyber-Mobbing, Selbstmord und das Fehlen von Gerechtigkeit im Internet zeigten mir, was für eine Gefahr das Internet darstellen könnte, denn die groben Umstände, in welcher der Plot der Episode spielte, ist fast identisch zur aktuellen Situation auf Twitter. Daher fokussiere ich mich 31 Tage lang auf die für mich guten Aspekte des Internets.

Das für mich gute im Internet lässt sich einfach zusammenfassen:

  1. Meine Website und Blog.
  2. Meine Fotografie

Das heißt, ich werde den Monat sowohl den Tumblr-Blog als auch den Hauptblog, auf dem ihr euch gerade befindet, weiterführen und mich auf sie konzentrieren. Mein Buch, ProjectSeb befindet sich ab Montag in der Pause-Phase, wo ich versuche Abstand zum Werk zu gewinnen, um im Februar mit „Neuen Augen“ das Werk zu überarbeiten. Ich werde den Februar auf dem Blog auch dazu nutzen, einige Video-Experimente zu versuchen und auch einige Details zu ProjectSeb zu liefern. Doch einen genauen Plan habe ich nicht, denn ich möchte vor allem eins: Entspannen.
Wie ich am Anfang erklärt habe, ist diese Aktion eine persönliche, ohne Einbindung von unzähligen anderen Usern, doch kann ich aus Erfahrung von 2017 sagen, dass so eine Pause erholsamer ist, als man es sich vorstellt und wenn ihr wollt, könnt ihr euch entweder ebenfalls von Social-Media zurückziehen oder ihr beobachtet meinen Werdegang in dieser Zeit, denn ich werde (un)regelmäßige Updates auf den Blog veröffentlichen.

Auf jeden Fall wünsche ich euch einen schönen Tag und hoffe, euch werden die kommenden Inhalte auf dem Blog und Tumblr gefallen!