Erste Woche ohne Social-Media

Die erste von vier Wochen ohne Social-Media ist, wie angekündigt, vorbei! Und es war eine gemischte Erfahrung, denn ich habe nicht alles eingehalten, was ich einhalten wollte und Dinge erreicht, die ich nicht geplant hatte. Hier kommt mein Wochen-Bericht zur Social-Media-Pause.

SM

Als Erstes muss ich zugeben, dass ich nicht ganz ohne Social-Media ausgekommen bin. Dass ich Facebook privat nutze und auch niemals einen Link zu meinem Profil posten werde, wie ich es jetzt mit Twitter tue, ist ja kein Geheimnis, doch hatte ich nicht bedacht, wie viele Kontakte ich über den blauen Vogel hatte. Kontakt zu meiner früheren Cover-Künstlerin, zu Autoren-Kollegen und einigen Freunden, laufen zum Großteil über Twitter ab und diese Kontakte brauchte ich die letzten Tage immer wieder.

Die Zeit, die ich nicht so aktiv im Social-Media-Bereich war, denn gepostet oder Tweets gelesen habe ich nicht, nutzte ich für viele Dinge. Unter anderem für meinen 2. Roman: ProjectSeb. Und ich habe echt eine Menge erreicht! Sobald meine Social-Media-Pause am 08.02.2018 zu Ende ist, werde ich euch mehr zu meinem zweiten Roman zeigen. Fragt ihr euch, was ich euch zeige? Einen Trailer? Das Cover? Den Klappentext? Oder wenigstens den fertigen Titel?! Tjoa … Ich zeige euch sowohl den Trailer, als auch das fertige Cover und den fertigen Klappentext samt Titel!

Aktuell liegt mein Roman in Pause, damit er im Februar beendet werden kann. Viele Autoren machen sich in dieser Pause an neue Romanprojekte und das ist auch sinnvoll, doch ich kriege das nicht hin. Solange ein Projekt nicht fertig ist, kann ich mich nicht auf ein neues Projekt stürzen. Ich brauche das Gefühl, das mein aktuelles Buch besser wird, als das vorherige und wenn ich dieses Gefühl bei einem neuen Projekt habe, während das vorherige Buch noch nicht veröffentlicht ist, dann verliere ich das Interesse, dass pausierte Projekt zu beenden. Das ist psychologisch gesehen sicher nicht gut, aber so ticke ich nun mal. Daher nutzte ich die Pause und habe ein Cover erstellt.

Ebook-CoverDas Cover von „Weil du mir gut tust„, dass ich hier seht, wurde mir von einer professionellen Mediengestalterin erstellt und ich LIEBE den Stil. Eine Haupt-Farbpalette, nichts fotorealistisches und einfach „Freundlich“ und minimalistisch. Dieses Design finde ich sogar so gut, dass ich eine einheitliche Optik für meine Romane im Liebes- und Jugendroman-Genre anstrebe, deshalb ist auch das Cover von ProjectSeb in diesem Stil gehalten, aber dennoch ein völlig neues Cover. Tatsächlich habe ich das Cover sogar eigenhändig erstellt. Die Auswahl der Schriften, der Elemente und das Design wurden von mir ausgewählt und genutzt. Beim letzten Feinschliff holte ich mir dann doch noch Hilfe von der Künstlerin, die von meinem Handwerk echt begeistert war und nur wenige Dinge bemängelte, wie Zentrierung der Schrift, was in wenigen Handgriffen von mir behoben werden konnte. Dann war da natürlich noch meine größte Nemesis: der Klappentext!

Bei den Klappentexten habe ich IMMER Probleme. Sowohl früher bei Lyr, als auch bei „Weil du mir gut tust“. Den richtigen Mittelweg zwischen Handlung erklären, nichts zu spoilern und dennoch Spannung und Interesse am Buch zu wecken, ist für mich oft ein Ding der Unmöglichkeit, was mich auch dieses Mal vor Probleme jenseits von Gut und Böse führte, doch auch das überwand ich mit viel Ausdauer. Was aber am meisten Zeit gekostet hat, war der Trailer.

Ich bin leider kein Mann mit vielen Ressourcen, weshalb ich mir für den Trailer etwas Besonderes ausgedacht habe: Der Trailer wird ja zeitgleich mit dem Cover und dem Klappentext veröffentlicht. All die drei Dinge fungieren als ein großes Gesamtbild um euch meinen zweiten Roman groß vorzustellen. Hätte ich jetzt nur den Trailer gezeigt und später das Cover, Titel und den Klappentext, dann hätte schon der Trailer großes Interesse wecken und zeigen müssen, welche Thematiken im Buch behandelt werden. Und für mich unfähigen Video-Noob ist das einfach zu viel. Daher ist mein Trailer auch kein klassischer „Ich fasse euch zusammen, worum es geht“ Trailer, sondern ein „Conceptual Atmosphere Trailer“. Also ein Trailer, der die Atmosphäre der Geschichte und die grobe Thematik durch Bilder und Musik wiedergibt. Ihr könnt euch darauf freuen! Ein guter Freund von mir, der auch Let’s Player produziert, spricht sogar im Trailer mit.

SM

Doch machte ich natürlich noch ein wenig mehr als nur an meinem zweiten Roman zu und dem Marketing zu arbeiten. Denn ich bin ja noch immer in sozial-psychologischer Behandlung, um meine Social-Skills endlich auf Vordermann zu bringen und ja! Es läuft verdammt gut. Keine Institution schaffte es, dass ich so viel Empathie für andere Menschen entwickeln konnte, wie die Jugendhilfe. Und das merkt man vor allem auch bei Menschen, die ich kaum oder gar nicht kenne. Ich kann Menschen viel eher auf einer Ebene mit mir betrachten und mich nicht unter ihnen sehen, was dann zur selbstschutzartigen Arroganz führt. Tatsächlich mache ich so gute Fortschritte, dass ich mit der Maßnahme einen Ausflug ins Folkwang-Museum unternommen habe!

Dave in Museum

Es war mein aller erster Besuch in einem Museum und ich fand es richtig gut. Die Atmosphäre war so unglaublich schön und dass die Kunst gut war, muss man ja nicht sagen. Mit der Gruppe wurden die Werke dann besprochen, wobei ich als Hobby-Fotograf die Foto- und die Jazz-Plakate-Ausstellung am besten fand. Alles in allem war es wirklich schön, mit Menschen, die man mag, einen so großartigen Ausflug zu machen. Es zeigte gut, wie weit ich in meiner Entwicklung bin. Das Klo war, by the way, auch sauber und schön. Nur so am Rande, falls es auch darmentzündete Leser hier gibt. Zumindest war die Toilette am Anfang meine Top-Priorität.

Das war so die erste Woche mit so gut wie keinem Social-Media-Kontakt. In Woche 2 versuche ich nun, den Kontakt auf 0 einzustellen. Jeder, der Kontakt mit mir haben könnte, weiß, dass ich in der Pause bin und wird mir bei fehlender Antwort dann auch nicht böse sein, denke ich. Ich werde versuchen, neben den normalen Artikeln, auch jede Woche einen Artikel zum Stand der Dinge, meiner Entwicklung und meiner Pause zu posten. Aktuell bin ich mit der Pause sehr zufrieden. Ich komme endlich etwas zur Ruhe und kann mich auf wichtige Dinge im realen Leben konzentrieren.