Kolumne: Die Jugend und die Literatur

Die Zahlen zum deutschen Literaturmarkt, die vom Börsenverein veröffentlicht wurden sind erschreckend. Weniger als 42 % der deutschen haben einmal in der Woche ein Buch in der Hand. Bei Menschen mit einfacher Schulausbildung liegt der Wert sogar nur bei 16 %. Besonders bei jugendlichen ist die Lesebereitschaft auf einem Rekordtief.
Und dazu möchte ich Mal meine Ansicht teilen, denn mein aktueller Lebensumstand erlaubt es mir die Jugend hautnah mitzuerleben, da ich selbst noch mitten in der Zielgruppe lebe, jedoch auch ein Buchautor bin. Ich spreche fast täglich mit dutzenden Jugendlichen unter 25 Jahren und konnte mir in den letzten Jahren ein eindeutiges Bild über die Literatur in der Jugend bilden, das von den aktuellen Zahlen bestätigt zu sein scheint.

Menschen sind keine besonders logischen Wesen. Wenn jemand eine Meinung zu etwas abgibt, das für den Konsumenten eine Herzensangelegenheit darstellt, wie hier die Literatur, dann wird oft überemotional reagiert. Daher:


Im Folgenden werden meine Meinungen und meine Ansichten geteilt. Sie repräsentieren meine Erfahrungen, die ich durch viele Gespräche mit Jugendlichen, Sozialpädagogen und Psychologen erworben habe und müssen nicht eure Ansichten und Meinungen widerspiegeln oder zustimmen. Sie ist genau so legitim wie jede andere, anständig erworbene, Meinung.

Ich lade euch dazu ein, eure Ansichten und Meinungen in die Kommentare zu posten und euch auszutauschen, wenn ihr das möchtet. Doch bleibt dabei höflich und respektvoll, denn: Kommentare repräsentieren zuerst eure Intelligenz, ehe sie eure Meinung darstellt und Beleidigungen aufgrund von fehlender Toleranz anderer Meinungen gegenüber zeugt nicht von Intelligenz und wird von mir streng geahndet. Euer Recht auf Meinungsfreiheit endet dort, wo die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen anfangen.


Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß und einen angenehmen, kultivierten Austausch zu diesem Thema!

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Von 2012 bis 2017 verlor der Buchmarkt laut Börsenverein 6,1 Millionen Buchverkäufe. Seit 2014 geht auch die Lesehäufigkeit kontinuierlich zurück. Dieser Rückgang betrifft neben der mittleren Altersgruppe (30-59 Jahre) vor allem junge Leser von 14 bis 29 Jahren, unabhängig vom Bildungsniveau. Für mich als Jugend-Roman Autor sind vor allem die Ergebnisse der Gruppe von 14 bis 29 besonders interessant, weshalb ich mich in dieser Kolumne vornehmlich auf diese Zielgruppe, die auch meine Zielgruppe ist, konzentrieren werde.

Als Grund für die rückständige Lesehäufigkeit gaben die befragten Personen unter anderem an, dass man mit Freunden „Nicht über Bücher sprechen kann“ und ich als jemand, der viel mit Jugendlichen zusammenarbeitet, sowohl als Maßnahmen-Teilnehmer als auch zu Recherchezwecken, kann den Zahlen und den Äußerungen nur zustimmen. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und sage: Bücher sind für Jugendliche unnötig geworden.

Jugend
Die Jugend will Geschichten und diese angenehm präsentiert bekommen.

Die Zielgruppe 14 bis 29 ist unfassbar wertvoll für die Unterhaltungsbranche. Sie sind es, welche die Film-, Musik- und Gaming-Industrie tragen, bei denen das meiste Geld für Unterhaltung zu holen ist. Je älter man wird, desto weniger Geld wird für Unterhaltung ausgegeben. Doch für genau die Gruppe, wo das meiste Geld für Unterhaltung ausgegeben wird, sind Bücher unfassbar langweilig.
Warum sollte ich „Der Herr der Ringe“ lesen, wenn ich auch die Filme gucken kann? Lesen ist meist anstrengender als das Anschauen eines Films oder einer Serie. Und der Inhalt, den man in einem Gespräch verwenden kann, ist derselbe. Wen interessiert der Name von Baum X, der nur im Buch vorkommt? Wer spricht in einer Gruppe die Unterschiede zwischen den Büchern von Tolkien und den Filmen von Jackson an? Niemand. Man spricht in der Jugend einfach über „Herr der Ringe“. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Man muss die Bücher nicht lesen, um mitsprechen zu können, es reicht, die Filme gesehen zu haben.

Dabei ist „Herr der Ringe“ genau das Gegenbeispiel für die Filme, denn solche Buchwerke, mit so viel Umfang, als Film zu veröffentlichen ist meist sehr enttäuschend, da die Buchleser Inhalte im Film erwarten, die der Film aus Zeitgründen nicht liefern kann. Die Lösung ist dann auch einfach: Serien.
Serien haben mittlerweile ein gewaltiges Budget, dass sich vor Filmen nicht mehr verstecken braucht. So will Netflix 2018 8 Milliarden Dollar in Eigenproduktionen investieren. Und Serien haben einen großen Vorteil: Sie sind länger. Sie können längere Geschichten spannender und (Je nach Talent der Regisseure und Drehbuchautoren) ohne Füllmaterial erzählen.

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Es gibt kaum noch Geschichten, die nur als Bücher funktionieren, doch es gibt immer mehr Geschichten, die besser als Game oder Serie funktionieren, statt als Buch. Ein sehr aktuelles Beispiel dafür ist das Videospiel „Hellblade: Senua’s Sacrifice“ von Ninja Theory.
Die Geschichte im Spiel handelt von einer jungen Frau mit starken psychischen Problemen, in einer Fantasy-Artigen Welt. Sie muss gegen bösartige Monster kämpfen und hat dabei ständig unzählige Stimmen im Kopf, die ihr sagen, dass sie versagen wird, dass sie eine Schande sei und sich am besten umbringen sollte.

Klar, in Büchern werden psychische Probleme oft und gut thematisiert aber niemals so intensiv wie in diesem Videospiel. In einem Buch kann ich über die Stimmen im Kopf lesen und was diese sagen. Aber in Hellblade? Dort höre ich die Stimmen dank modernster Sound-Technologie in meinem Kopf, wenn ich mit Kopfhörern spiele.
Und dann sprechen diese Stimmen nicht zum Protagonisten, sondern zu mir, denn ich, der Spieler, spiele das Spiel. Ich steuere die Figur aktiv, entscheide, wo sie hingeht und schaue nicht einfach nur zu. Das, was die Stimmen kritisieren, ist das, was ich aktiv getan habe.

Ich kann in einem Buch über den Wahnsinn im Gesicht der Protagonistin lesen oder ich sehe durch modernstes Motion-Capture, wie eine junge Frau dem Wahnsinn verfällt und langsam den Selbstmord, den ihr die Stimmen ununterbrochen zurufen, als die beste Möglichkeit für Frieden erkennt:

Hellblade
Auch ohne Geräuschkulisse eine intensive Szene.

Das häufigste Argument für Bücher in der Jugend ist das Ankurbeln der Fantasie und da muss man unterscheiden. Bücher erfordern Fantasie. Ohne die Vorstellungskraft verkommen Bücher zu Papier mit Buchstaben. Daher ja: Bücher fördern die Kreativität, da sie erfordert wird, aber auch das ist nicht ideal.
Meine kreative Laufbahn als Autor fand in Videospielen ihren Anfang, als ich sogenannte „Apocryphas“ zur The Elder Scrolls Reihe verfasst habe. Und das tat ich freiwillig, ohne etwas dazu gelesen zu haben. Die Kreativität wurde in mir entfacht, weil ich es wollte und nicht, weil das Medium es von mir verlangt hatte und das ist die beste Voraussetzung für kreative Arbeit: Freiwilligkeit.

Bücher sind die Geschichte in seiner ursprünglichsten Form. Filme, Serien und Games fügen dieser Reinform die Dinge hinzu, die der Leser mit Eigeninitiative, also der Vorstellungskraft, gezwungenermaßen kompensieren muss, wenn er ein Buch liest, ob er will oder nicht.
Einer der größten modernen Produkte der Kreativität ist die Fan-Fiction und die meisten Fan-Fictions gibt es zwar zu Büchern, doch gibt es auch unzählige für andere Medien. Und diese Medien erschufen Kreativität, ohne diese vom Konsumenten zu verlangen. Sie machen den Konsumenten zum Erschaffer von Konsumgut. Sie aktivieren die Kreativität durch Freiwilligkeit.

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Doch was heißt das für den Beruf des Autors? Ich bin selber Autor, unter anderem für Bücher und Artikel, und die Meldung des Börsenvereins hat mich auch beunruhigt. Jana Lippmann, Leiterin der Marktforschung des Börsenvereins erklärte, dass man neue Strategien entwickeln müsse, um die verlorenen Leser und Buchkäufer zurückzugewinnen und hier muss man differenzieren, welche Leser man meint.
Meiner Erfahrung nach, ist die Jugend kaum noch für Bücher zu bewegen. Sie kaufen einfach kaum welche und die, die welche gekauft haben, taten es nicht aus Spaß, denn der allgemeine Tenor sieht das Lesen als „unspaßige“ alternative zu anderen Medien an. Man kaufte die Bücher aus völlig anderen Gründen.

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„Warum Bücher lesen, wenn ich auch Spaß haben könnte?“

Man kaufte sich die „A Song of Ice and Fire“ Bücher nicht, um sie zu lesen, sondern weil die Serie „Game of Thrones“ so gut war und man wissen wollte, wie es weiter ging, bis die Serie die Bücher überholt hatte.
Man kaufte sich die „Hexer Geralt-Saga“, weil das Videospiel von „CD Project Red“ ein viel größerer Erfolg war, als es die Bücher je erreicht hätten könnten und man so viel intensiver über das Hexer-Universum sprechen konnte. Das alles, obwohl die Games keine einfache Adaption der Werke von Andrzej Sapkowski sind, sondern auf ihnen aufbauen und als theoretische Fortsetzung gewertet werden können.
Man kauft Bücher, weil man mehr von dem haben will, was man in anderen Medien bekommen hat und nicht, um ein Buch zu besitzen und laut befragten Personen, unter anderem des Börsenvereins, gibt es mehr Gründe gegen ein Buch als dafür:

  • Wachsendes Angebot an Alternativen für Freizeitaktivitäten, die man mit mehreren Leuten und Freunden unternehmen kann. Zusammen ein Buch zu lesen ist schwieriger und nicht so gesellschaftsfähig, als zusammen Sport zu machen oder Netflix zu gucken.
  • Aufmerksamkeitsdefizit dadurch, dass Bücher zu viele Informationen zu schnell überliefern. Am Ende eines harten Arbeits- oder Schultages will man entspannen und nicht „lernen.“
  • Digitale Medien sind durch Social-Media und Gaming eh schon Teil des Lebens. Der Umstieg auf „Analoge Medien“ wirkt Rückständig.
  • Wachsende Wichtigkeit von Streaming-Diensten wie Netflix; „es ist gesellschaftsfähig, Serien zu gucken, statt Bücher zu lesen“ (Lippmann)
  • Bücher als Unterhaltungsmedium sind in der Gesellschaft nicht mehr von Relevanz. „Man spricht nicht mehr über Bücher“

Die Bücher, die in der Jugend gekauft werden, sind entweder Lehrbücher oder verkommen zu Sammelobjekten. „Ich habe Game of Thrones nicht nur gesehen. Ich habe die Bücher auch zu Hause stehen.“ Man liest keine Bücher mehr, weil man es nicht mehr braucht. Es gibt zu viele bessere alternativen. Das geht sogar soweit, dass Bücher die Alternative zu digitalen Medien wurden und nicht umgekehrt.
Doch der Beruf des Autors ist nicht bedroht. Er unterzieht sich lediglich einer Änderung. Autoren sind und werden immer eine immens wichtige Rolle für das Weltbild sämtlicher Medien sein. Ohne Autoren gäbe es weder Serien, noch Games, Filme und Theater.

Der Beruf des Buchautors mag zwar bedroht sein, aber geschrieben muss immer noch, ob aber auf Papier mit schönem Cover oder in einem Drehbuch, ist nur ein vergleichsweise kleiner Unterschied.
Autoren beeinflussen Menschen in jedem Alter, doch Bücher tun das nicht mehr. Jugendliche wollen nicht lesen. Aber nicht, weil sie ungebildet sind, sondern weil sie andere, modernere Medien für sich kennengelernt haben. Vielleicht sind sie einfach weiter.

7 Kommentare zu „Kolumne: Die Jugend und die Literatur

  1. Danke für den schönen Artikel und Deine sehr persönliche Meinung.

    Ja, es stimmt, unsere Buchkultur ist massiv bedroht. Was aber nicht beachtet wird ist, dass dadurch auch so viel von dem verloren gehen wird was wir heute als „normal“ ansehen, wie etwa das Zeitalter der Kindheit, Gleichberechtigung der Frau, eine fortschrittliche Demokratie usw. Das sind alles Fortschritte die es so nur in einer Buchkultur geben kann.

    Nur Dein Resümee finde ich falsch. Denn sie sind ungebildeter, wenn man unter gebildet sein eine differenzierte Art zu denken und ein reichhaltiges Gefühlsleben vertsteht. Und sie sind nicht „weiter“, sondern ganz im Gegenteil, sie fallen auf eine frühere Stufe des Menschseins zurück.

    Ich habe auch ein paar Gedanken dazu notiert:
    https://www.der-leiermann.com/unsere-sprache/
    https://www.der-leiermann.com/ueber-das-lesen-01/

    Vielleicht interessiert es Dich ja.

    Lieb Grüße,
    Thomas.

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    1. Hi ho! Vielen dank für deinen tollen Kommentar.

      Dinge wie Gleichberechtigung der Frau, Demokratie etc. stammen ja aus Zeiten, wo Bücher eines der einflussreichsten, wenn nicht sogar das einflussreichste Medium war. Aber ich denke nicht, dass diese Dinge nicht auch durch Serien, Filme und Gaming hätten entstehen können. Vor allem Gaming macht seit Jahren gigantische Schritte in Sachen Story-Telling. Zwischen der groben Story, die man nur im Handbuch von DOOM fand, bis hin zur emotionalen Zeitreise/Coming-of-Age Geschichte eines Life-is-Strange liegen nur 20 Jahre. Es ist einfacher, solche Themen in schriftlicher Form wiederzugeben, keine Frage. Aber die Jugend damit zu erreichen wird leider immer schwieriger und auch das Gaming hat hervorragende Autoren. Ken Rolston, Michael Kirkbride, Hideo Kojima und viele mehr. Es ist eben noch ein junges Medium.

      Und ungebildet wegen weniger gelesenen Büchern finde ich auch nicht richtig. Dinge wie World-Building, religiöses Textverständnis, Kasten-Systeme in Kulturen und vieles mehr habe ich aus dem Gaming gelernt. Und auch hier wieder: Es zu schreiben ist einfacher, als ein Game dafür zu entwickeln, aber mit letzterem erreicht man die Jugend aktuell besser.

      Wie weit sich die Gesellschaft verändert hätte, wenn es vor Jahrhunderten schon Videospiele als Medium gegeben hätte, ist aber ein sehr interessanter Gedanke finde ich!

      Und deinen Blog schaue ich mir gerade sogar an!

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  2. David, du machst hier mindestens sechs fundamentale Denkfehler.
    1. Ein Roman ist keine Serie, Film oder Game. Die visuellen Medien sind nicht die Weiterentwicklung des Romans (das, was du unter „Buch“ zusammenfasst), sondern die Weiterentwicklung des Dramas – sprich: des Theaters. Der Roman ist etwas völlig anderes.
    2. Romane können für die Bühne adaptiert werden. Das heißt, dass der Erzähltext zum Drama umgearbeitet wird. Der Erzähltext geht dadurch verloren und wird durch Schauspiel und Dialog ersetzt. Das ist eine völlig andere Herangehensweise an eine Geschichte, als das epische Erzählen (die häufig nicht funktioniert).
    3. Ohne Romanvorlagen gäbe es so gut wie keine Filme, Serien oder Games, denn etwas wird in diesen Medien erst umgesetzt, wenn es bewiesen hat, dass es auch als Roman funktioniert. Ohne die Herr der Ringe-Bücher und deren Erfolg hätte es niemals eine Verfilmung gegeben. Gleiches gilt für A Song of Ice and Fire, Harry Potter, die Tribute von Panem, Twilight und das aller meiste andere Zeug, das Jugendliche geil finden. Der Grund dafür ist sehr einfach: Geld. Es ist verdammt teuer, eine Serie, einen Film oder ein Game zu produzieren. Man muss einen Haufen Leute von der Idee überzeugen und da nimmt man lieber etwas, das sich schon bewährt und das eine sichere Fanbase hat. Etwas, das bereits bekannt ist, ist eine sichere Einnahmequelle. Etwas ganz neues zu produzieren ist ein Risiko. Den Unterhaltungsmarkt auf solche Produktionen eindampfen zu wollen, hätte zur Folge, dass keinerlei Experimente mehr gemacht werden könnten, weil Studios sich keine Flops erlauben können.
    4. Du vergisst eine wichtige Tatsache: Nicht alle Menschen auf diesem Planeten haben Zugang zu einem Kino, einem Fernseher, einer Spielekonsole oder auch nur eine verlässliche Stromversorgung. Für sie sind Bücher der einzige Zugang zu Kultur. Deshalb sind Bücher und die Fähigkeit, Lesen und Schreiben zu können, so wichtig. Sie machen die Menschen – auch wenn sie nicht im privilegierten Westen leben – frei, die Gedanken anderer zu erfahren und ihre eigenen Gedanken festzuhalten. Wenn nur noch Filme, Serien und Games als relevante Medien gelten, verliert die gesamte Weltgemeinschaft den ohnehin nur losen Zusammenhalt. Aus einem Slum in Südamerika kann keine Hochglanzfernsehserie entstehen, aber ein Buch kann es von dort heraus schaffen und ein authentisches Bild vermitteln. Bücher machen unabhängig. Jeder kann aufschreiben, was ihn bewegt. Man muss nicht erst warten, bis irgendein reicher Produzent sich für deine Geschichte interessiert und sie dann publikumsgerecht zurechtstutzt, weil das so sein muss, weil visuelle Medien unter einem größeren Erfolgsdruck stehen als Printmedien. Bücher sind subversiv, weil das Handwerkszeug jedem zur Verfügung steht. Man braucht keine Kamera, keinen Strom, keinen Computer oder ein Team, mit dem man sich abstimmen muss. Im Zweifel reicht ein Stift und ein Stück Papier.
    Ins Fernsehen, zu Netflix, ins Kino oder auf den Spielemarkt kommt nur, was einer Zielgruppe entspricht. Sie sind auf einen Markt zugeschnitten und Konsumgüter. Bücher müssen dies nicht sein. Bücher müssen nicht mal unterhaltsam sein. Sie können sich auch bisher weniger beachteten Themen widmen. Sie können Themen aufwerfen, statt Trends zu folgen. Bücher sind die Avantgarde, etwas das nicht so leicht kontrolliert und gleichgeschaltet werden kann. Eine Gesellschaft, die das Buch als Medium verliert, ist eine unmündige Gesellschaft, die zurück ins Mittelalter fällt, als die Menschen dazu verdammt waren, sich das anzuhören und zu glauben, was die Adligen und der Klerus sagten.
    5. Unter Tolkien-Fans gibt es fast überhaupt kein anderes Thema als die Unterschiede zwischen Verfilmung und Buchvorlage. Unterhalte dich bei Gelegenheit mal mit ein paar von denen.
    6. Ein Roman ist mehr als eine Geschichte. Worte können mehr als Informationen übermitteln. Sie schaffen eine Atmosphäre allein durch ihren Klang. So viele verschiedenen Erzählstile übermitteln so viele subtile Informationen, die ein Schauspieler gar nicht alle in einen Gesichtsausdruck legen kann. Poesie lässt sich nicht verfilmen. Wenn Dylan Thomas gegen den Tod seines Vaters anschreibt mit „Rage on against the dying of the light!“, dann hat das mehr Kraft und mehr emotionale Tiefe als die halbherzige und voyeuristische Darstellung einer psychischen Krankheit, die man für kommerzielle Zwecke ausbeutet.

    Du unterschätzt die Leidenschaft, die einem einfachen geschriebenen Text zu Grunde liegen kann, weil du noch nie einen wirklich bewegenden Text gelesen zu haben scheinst. Es geht nicht nur um die Bilder in deinem Kopf beim Lesen, das Sich-Anstrengen und das Sich-Vorstellen. Es geht um Ideen, darum zwischen den Zeilen verborgene Bedeutungen zu finden, die nur für dich wichtig sind. Einen Text zu verstehen, bedeutet nicht nur etwas von der erzählten Geschichte mitbekommen zu haben, sondern etwas aufzudecken, das für das eigene Leben Relevanz hat und in ein und demselben Buch – in ein und demselben Satz – können das für verschiedene Menschen verschiedene Aspekte sein. Lesen ist Selbsterfahrung. Der Satz „I hurt myself to get pain out“ wurde nicht von mir oder über mich geschrieben, aber ich kann dir mindestens zwei gegensätzliche Interpretationsmöglichkeiten und ungefähr hundert Assoziationen nennen, die ich dazu im Kopf habe. Im größeren textlichen Zusammenhang erweitert sich seine Bedeutung und im biographischen Kontext des Autors explodiert er geradezu. Die Frage, was nun wahr ist und was nur Fiktion, lässt sich nicht immer klären, aber wenn es mich in meinem Leben weiter bringt, ist jede Interpretation sinnvoll und nicht verschwendet.
    Ein Film kann das nicht. Dort wird Text erst durch den Regisseur und dann durch den Schauspieler vorinterpretiert. Der Zuschauer bleibt passiv. Um Hamlet ganz zu verstehen, muss man mindestens fünf Versionen davon anschauen – oder eben den Text selbst lesen und interpretieren.
    Nicht umsonst beklagen sich viele Leser über die Umsetzung ihres Lieblingsbuches als Film. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, Erfahrungen und Erwartungen, aber geliefert bekommen sie nur die Vorstellungen und Interpretationen anderer Leute. Es gibt brillant adaptierte Drehbücher, bei denen man fast gar nicht mehr weiß, dass es eine literarische Vorlage gab, aber wenn ich in mein DVD-Regal schaue, fällt mir nur ein Film auf, bei dem ich das vorbehaltlos behaupten würde: Apokalypse Now – und hier ist auffällig, dass die literarische Vorlage so sehr gefleddert wurde, dass nicht mal das Setting geblieben ist, weshalb man sie überhaupt nicht wiedererkennt und man den Film ohne weiteres als Original durchgehen lassen könnte. Aber: Nicht mal den Film hätte es ohne das Buch gegeben.

    Dass Jugendliche anscheinend weniger Lesen ist keine Entwicklung, die wir achselzuckend entgegennehmen dürfen. Es ist ein Alarmsignal dafür, dass in unserer Gesellschaft Freiheitswerte verloren gehen, weil sie für garantiert gehalten werden. Wenn Demokratie zu anstrengend wird und es als bequemer empfunden wird, sich berieseln zu lassen und irgendwelchen Konzernen klag- und kritiklos alle persönlichen Daten zur Verfügung zu stellen, damit man Zugang zu mehr und mehr Unterhaltung bekommt, dann ist das eher Dystopie als Utopie.

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    1. Hi ho, erst mal!

      Dass ein Roman ein völlig anderes Medium ist, als ein Film oder Serie, ist mir natürlich bewusst. Ob er nun die Weiterentwicklung des Dramas ist, ist aber für die Zielgruppe völlig irrelevant. Für sie sind Serien, Games, Filme und eben Bücher „nur“ Geschichten. Unterhaltung. Da ist es ihnen völlig egal, woher es stammt. Es würde nichts bringen, wenn ich jetzt Tim aus Castrop Rauxel, der Bücher nicht mag, sagen würde, dass sie eine Weiterentwicklung des Drama wären. Das würde die Kritikpunkte daran ja nicht ausschalten:

      Wachsendes Angebot an Alternativen für Freizeitaktivitäten, die man mit mehreren Leuten und Freunden unternehmen kann. Zusammen ein Buch zu lesen ist schwieriger und nicht so gesellschaftsfähig, als zusammen Sport zu machen oder Netflix zu gucken.

      Aufmerksamkeitsdefizit dadurch, dass Bücher zu viele Informationen zu schnell überliefern. Am Ende eines harten Arbeits- oder Schultages will man entspannen und nicht „lernen.“

      Digitale Medien sind durch Social-Media und Gaming eh schon Teil des Lebens. Der Umstieg auf „Analoge Medien“ wirkt Rückständig.
      Wachsende Wichtigkeit von Streaming-Diensten wie Netflix; „es ist gesellschaftsfähig, Serien zu gucken, statt Bücher zu lesen“ (Lippmann)

      Bücher als Unterhaltungsmedium sind in der Gesellschaft nicht mehr von Relevanz. „Man spricht nicht mehr über Bücher“

      Das sind ja nicht meine erfundenen Argumente, diese stammen eben von Lippmann aus der Börsenvereinigung und ihrer Umfragen.

      Und ja, Romanvorlagen für Serien, Filme etc. sind allgegenwärtig, aber die original Produktionen werden immer größer und immer erfolgreicher. Breaking Bad, Stranger Things, Dark, jetzt alleine im Serien-Sektor. Im Gaming-Bereich muss man ja nicht anfangen. Da gibt es viel weniger Roman-Adaptionen als original Produktionen.

      Und dein 4. Punkt bestätigt mich ja: Wer kein Kino, keine Konsole oder keinen Fernseher hat, greift zum Buch. Die Jugend, die TROTZ Kinos, TROTZ Konsolen etc. zum Buch greift ist eine Minderheit. Wenn der Strom mal wegen nem Sturm ausfällt, dann wird zum Buch gegriffen. Wie ich sagte: Das Buch ist in der Jugend zur Alternative verkommen und laut Quelle eben auch völlig unabhängig vom Bildungsgrad. Und die, die nicht im „priviligierten Westen“ leben sind für Buchverkäufe, denke ich, relativ irrelevant.

      Auch Serien können Themen aufwerfen. American Vandal tat dies sogar unter dem Denkmantel einer Comedy-Dokumentation. Es braucht nicht das Medium Buch um das zu können, sondern fähige Autoren. Dann ist das Medium auch zweitrangig. Und ich sagte NIE das Bücher für die Welt aussterben sollten oder werden. Aber in der Jugend haben die eben nachweisbar immer weniger Relevanz.

      Ich habe schon einige bewegende Werke gelesen, wo ich auch mal eine Träne vergossen habe aber als Serie hätten die Bücher auch funktioniert. Und DAS, was du gerade beschreibst, worum es beim lesen geht, ist genau das was völlig langweilig bzw. völlig unattraktiv in der Jugend ist. Kaum jemand hat nach einem Schultag oder Arbeitstag Lust auf sowas.

      Und doch, dass Jugendliche immer weniger Bücher lesen, ist für mich eine Tatsache, die ich, trotz der Tatsache, dass ich Jugendroman-Autor bin, durchaus realisieren und akzeptieren kann. Oder mal anders gefragt: Wie glaubst du, wie man jugendlichen die Bücher attraktiver machen kann, ohne dass die Bücher ihren, von dir echt gut beschriebenen, Reiz verlieren?

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      1. Dein Problem ist, dass du das Buch als nichts anderes als ein ein Unterhaltungsmedium betrachten kannst. Ein Buch ist aber kein Konsum-, sondern ein Kulturgut. Mit Büchern wird Politik gemacht, werden Gesellschaften verändert und Ideen verbreitet. Was glaubst du, warum die Nazis Bücher verbrannt, aber Kinofilme produziert haben? Bücher sind gefährlich für Machtstrukturen, die Unterhaltungsindustrie ist ihnen hingegen nützlich. Brot und Spiele. Bücher sind dabei nur hinderlich.
        Und wenn du es gerne hinnimmst, dass Jugendliche vor dem Bildschirm verblöden, weil das nun mal der Zeitgeist ist, dann tust du mir wirklich, wirklich von Herzen leid. Eine derartige Resignation hätte ich von einer jungen, dynamischen Generation nicht erwartet. Ihr wollt gar nicht raus aus eurer selbstverschuldeten Unmündigkeit, weil es so gemütlich ist, vorgekautes Zeug zu konsumieren.
        Hier sind ein paar Neuigkeiten: Lernen tut nicht weh und Lernen schadet einem auch nicht. Mir ist nach wie vor nicht klar, was das für ein Argument gegen Bücher sein soll. Gerade die Kids, die unterprivilegiert sind, sollten lesen und sich informieren. Gerade diejenigen, die übergangen und übersehen werden, sollten sich solidarisieren, sich Gehör verschaffen, indem sie ihre Wort an die Öffentlichkeit bringen. Leuten, die sich nach Feierabend auf die Couch werfen, auf einen Bildschirm starren, haben keine Visionen und führen traurige Leben, tut mir leid.

        Übrigens kann man genauso gut gemeinsam ein Buch lesen, wie man gemeinsam einen Film schauen kann. Das Schauen eines Films ist außerdem ja nun auch nicht gerade eine hochkommunikative Angelegenheit…

        Zeit ist Geld und eine Film oder eine Serie kann nur eine bestimmte Spannbreite von Themen ansprechen, es kommt also automatisch immer zu verkürzter oder übertriebener bis stereotyper Darstellung bestimmter Tropes. Natürlich tun das auch schlechte Bücher, dennoch ist die Literatur der Raum für erweiterte Möglichkeiten, differenziertere Darstellung und Doppelbödigkeit.

        Und wenn eine Frau von der Börsenvereinigung so schlecht über Bücher denkt, sollte sie vielleicht mal ihren Beruf überdenken. Das Problem ist nicht, dass Jugendliche nicht lesen wollen, sondern dass niemand sie mehr an Literatur heranführt, weil in Schulen plötzlich Fächer wie Wirtschaft oder selbständige Lebensführung eingeführt werden sollen und alle nur noch Wert auf die MINT-Fächer legen.
        Musisch begabte Menschen bleiben auf der Strecke, weil man ihre Talente belächelt. Philosophie wird abschätzig als Laberfach diffamiert. Dabei geht es hier um die essentiellen Fragen des Lebens, die uns alle interessieren müssten. Stattdessen heißt es: „Mach mal deine Arbeit und dann ab vor die Glotze – alles andere ist in der modernen Zeit irgendwie seltsam!“ Lies mal Brave New World bei Gelegenheit. Auf Netflix wirst du das leider nicht finden.

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      2. Es ist kein Problem, weil es nicht existiert. Ich beziehe mich hier auf die Jugendlichen Leser und diese konsumieren Bücher vor allem zur Unterhaltung. Wie gut das jetzt ist, steht jedem selber frei zu entscheiden. Und vor dem Bildschirm „Verblöden“ ist keine sehr konstruktive Grundlage für einen anregenden Dialog. Videospiele sind genau so ein Kunstmedium, wie Bücher und Filme. Bücher zum Lernen sind wichtig, das stimmt, aber ich spreche nur von der Belletristik. Wie ich im Artikel schrieb:

        „Die Bücher, die in der Jugend gekauft werden, sind entweder Lehrbücher oder verkommen zu Sammelobjekten.“

        Da ich aber keine Lehrbücher verfasse und dies auch nicht vor habe, und ich auch im Artikel darüber sprach die Sicht meiner „Zielgruppe“ versuchen zu beleuchten, ist klar, dass ich von Büchern als Unterhaltungsmedium spreche, nicht als Lehrmittel. Medien die einen Bildschirm erfordern nicht zu mögen, ist etwas, dass mir sehr leid tut. Mit Autoren wie Michael Kirkbride, Ken Rolston und Hideo Kojima kann ich auf anhieb drei Autoren nennen, die mich und sogar eine ganze Generation (Bei Kojima als Beispiel) beeinflusst haben, trotz ihrer „Bildschirm-Zugehörigkeit.“ Das sind für mich drei Autoren, denen ich zusprechen würde, besser zu sein als die Autoren, dessen Bücher ich gelesen habe, zu welchen unter anderem auch Lovecraft, Grisham, Hemmingway und Kafka zählen. Und das ist weder falsch noch „sehr, sehr traurig“ Es ist ein anderes Empfinden das akzeptiert werden muss.

        Menschen, die nach der Arbeit auf „Den Bildschirm starren“ haben sogar mit die besten Visionen hervorgebracht. Schau dir die die Arbeiten von Hidetaka Suehiro, Ken Levine, Ashman-Rowe, Christian Divine, Jean-Luc Cano an und ERLEBE ihre Arbeiten. Eine Geschichte zu lesen ist in jungen Jahren, für junge Erwachsene nicht so einprägsam als die Geschichten aktiv mit zu erleben. Das macht das Medium Gaming eben auch so fantastisch, oder würde hier irgendjemand den künstlerischen Wert von „That Dragon Cancer“ anzweifeln, weil Ryan Green es gewagt hat, den Krebs-Tod seines Sohnes nicht als Buch zu verarbeiten, sondenr als Videospiel … auf einem Bildschirm? Dieses Denken wäre nicht nur grundlegend falsch, es wäre eine Charakterschwäche. Den Wert eines Mediums nur dadurch zu bemessen, ob es einen Bildschirm braucht ist nicht gut. Ich empfehle dir dazu ernsthaft das folgende (Fürchterlich aufgelöste) Video zum Thema Videospiele und Kunst anzusehen, da dies die Grundlage für eventuelle, zukünftige Diskussionen zu diesem Thema werden wird:

        Einen Teil deines Kommentares habe ich gelöscht, da ich ihn als Angriff gegen mich gewertet habe. Ich lebe weder in einer kleinen Blase noch hast du oder irgendjemand das Recht, mir das A: völlig ohne Nachweis zu unterstellen, vor allem nicht auf meiner eigenen Website. Und B: Es in irgendeiner Form haltlos zu kritisieren. Ich lebe, wie ich leben will und damit bin ich aktuell sehr glücklich. Das ist das beste Argument für mein leben. Aber du weißt weder, woher ich mein Wissen beziehe (Tipp: Eine Psychotherapie funktioniert an Bildschirmen kaum), noch was ich in meiner Freizeit tue und was nicht. Seit Monaten erweitere ich meinen Horizont, arbeite mit Jugendlichen zusammen, besuche evangelische Gemeinden und Projekte, treibe Sport und vieles, vieles mehr. Woher glaubst du, habe ich meine Recherchearbeit mit Jugendlichen durchgeführt? Auf Knuddels sicher nicht. Ich ging aktiv auf die Jugendlichen zu, sprach mit ihnen in einem sicheren, real existierenden Raum, in Anwesenheit von Psychologen und/oder Sozialpädagogen. So ein Schluss, dass ich in einer Blase lebe, weil mir Bücher nicht so sehr zusagen wie Games, ist einfach verletzend, da ich seit Monaten an meinen Charakter arbeite, extrem empfindlich gegen solche Trugschlüsse reagiere und einfach nicht möchte, dass geneigte Kommentar-Leser solche Unwahrheiten gegen mich lesen müssen, vor allem, wenn diese nur durch „Du magst Videospiele und keine Bücher“ basieren. Also verzeih mir das Löschen der 11 Zeilen. Es ist keine Zensur, es ist Hausrecht und dein Kommentar funktioniert auch prächtig ohne sie.

        Bücher sind leider auch Geld. Vampir-Romanzen verkauften sich unfassbar gut (Tun sie vielleicht immer noch) und es lässt sich damit Geld machen. Es gibt ja nicht umsonst die“Literatur-Industrie.“ Aber genau wie in der Literatur gibt es auch einen speziellen Bereich bei Filmen für experimentellere Werke mit drastischeren Themen.

        Die Frau vom Börsenverein denkt nicht schlecht über Bücher, sie gab lediglich belegbare Fakten wieder und das, was befragte Jugendliche zum Thema Bücher erzählt haben. Und ja, ich selber sehe den steigenden Fokus auf MINT-Fächer positiv entgegen. Ich befürworte es. So lange es noch Kunst gibt, wie Bücher, Games, Serien, Filme und Musik, wird es auch Leute geben, die sich davon inspirieren lassen und eigene Kunst erschaffen. Wie aber dann über Musik, Philosophie und so weiter in der Gesellschaft gesprochen und gehandelt wird, ist schade und musste ich, Gott sei Dank, so nur selten miterleben. Und es gibt auch philosophische Games: BioShock, dass mit Rapture eine Stadt nach der objektivistischen Philosophie der US-amerikanischen Autorin Ayn Rand erschuf, die der Spieler aktiv erkunden kann und sowohl die Stärken dieser Ideologie als ich ihre Schwächen miterleben kann. Oder Enslaved: Eine Science-Fiction dystopische Interpretaton der Reise nach Westen. Ja, Bücher sind oft die Grundlage für philosophische Themen aber das nimmt den anderen Medien nicht ihre philosophischen und künstlerischen Aspekte.

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