Die Anonymität auf meinem Blog

Das Internet könnte ein so verdammt gutes Ding sein. Doch wie so vieles mit so viel potenzial, hat es seine Fehler und Schwächen, natürlich verursacht von Menschen. Soziale Netzwerke, wie Facebook und Twitter aber auch Blogs, Foren und andere Websites laden dazu ein, ungefragte Meinungen abzugeben und das am besten Anonym. Und das möchte ich auf meinem Blog etwas einschränken.

Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht, da sind sich ja alle einig. Doch für mich verändert sich etwas, sobald sich jemand entscheidet, anonym zu sein. Wer eine Meinung äußern möchte, sollte dies mit Stolz tun. Wer kritisiert, sollte dies auch mit Stolz tun, man sollte dahinter stehen. Eine Meinung, die anonym abgegeben wird, hat keinen Wert.

Meinung repräsentiert denjenigen, der sie Abgibt. Wenn mir ein Rechtsextremer-Volldepp versucht seine „Meinung“ über die Migrationsverhältnisse in Deutschland zu „offenbaren“, weiß ich, wie viel Wert diese Meinung hat. Und genau diese Information, wie viel Wert eine Meinung hat, ist das, was bei anonymen Kommentaren fehlt.
Wenn mir ein Anonymer-Kommentator sagt, das ihn etwas an Artikel-XYZ stört, kann ich diese Kritik nicht ernst nehmen, da ich nicht weiß, von wem sie kommt. Und das ist nur die Spitze des Anonym-Eisbergs im Internet.

Was mit Kommentaren auf einem Blog anfängt, endet in Kommentaren auf Twitter, Facebook und Co. Nur dort kann man selten einstellen, wie mit den Kommentaren verfahren wird. Auf meinem Blog kann ich sie bearbeiten oder löschen (Was keine Zensur ist, sondern das Hausrecht) bei Twitter nicht möglich ist. Dort kann ich Tweets nur melden und der Twitter-Support ist faktisch nicht existent. Zwar kann ich auf Twitter da kaum gegensteuern, aber auf meinem Blog kann ich es sehr wohl!

Mir gehen anonyme Kommentare schon lange gehörig auf meine Eier. Denn diese sind meistens voller Hass und daher kann ich die Kommentare auch nicht bewerten. Und dafür, dass ich jeden einzelnen Kommentar erst lesen und dann freischalten muss, ist es ein Aufwand, der sich nicht lohnt. Gefühlt jeder dritte Kommentar ist Bullshit und von diesen Kommentaren ist JEDER ein Anonym-Kommentar.

Doch was heißt das jetzt für diesen Blog? Im Grunde heißt es, dass ich mich entlasten werde. Anonyme-Kommentatoren haben weniger Rechte auf dem Blog. So einfach ist das. Ein Bullshit-Kommentar reicht und der User wird gesperrt (Man muss ja zum Kommentieren registriert sein) Doch was bedeutet „Anonym“?
Um es direkt klar zu machen: NIEMAND muss seinen Namen angeben. Aber eine URL zu einem aktiven Blog, ein Profilbild oder ein vollständiges Profil, so dass ich als Betreiber dieser Website die Möglichkeit habe, bei Beleidigungen und anderen Straftaten rechtlich einschreiten zu können, ist Pflicht. Wer sich nicht angreifbar macht, darf hier auch nicht die Chance haben, angreifen zu können.

Aber wie gesagt: JEDER darf kommentieren, aber Anonyme haben eben weniger Rechte und nur eine Chance, um nicht zu sucken.

5 Kommentare zu „Die Anonymität auf meinem Blog

    1. Danke! Darf ich fragen, was dir so daran gefiel? Der Beitrag war relativ spontan und kaum überarbeitet oder bebildert. War der Inhalt gut genug?

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      1. Weil ich gerade daran arbeite, die Kommentar-Funktion eventuell zu deaktivieren weil sie mir einfach mal so GAR NICHTS bringt. Daher spinnt die Funktion noch etwas, wobei ich aktuell keine „Ausstehende“ Kommentare auf der Website habe

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  1. Ja, das stimmt natürlich. Aber sowas wie ein Blog (Wie deiner) würde mir schon reichen um zu sehen, dass niemand ist, der sich hier nur einloggt, um zu haten, sondern dass er auch wirklich ein User ist, der mehr tut. Wer angreifen will, muss auch Angriffsfläche bieten, sonst lasse ich seinen Angriff nicht zu.

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