Instagram für Autoren

Twitter lief bei mir so gar nicht. Das endete damit, dass ich mich für einige Zeit vollständig von Social-Media fernhielt, doch seit einiger Zeit beschäftige ich mich wieder mit dem Thema, da mein zweiter Roman bald erscheint und das Marketing mindestens genau so wichtig ist, wie der Roman. Nach all dem ausprobieren blieb ich auf einer Plattformen hängen: Instagram. Und ich möchte euch jetzt erklären wieso und was diese Plattform für Autoren bringt.

Gibt dem Autoren ein Gesicht

Der größte Vorteil von Instagram gegenüber Twitter ist die Zeichenbegrenzung. Beim blauen Vogel kannst du 280 Zeichen pro Tweet nutzen, bei Instagram beinahe unendlich Zeichen. Dadurch, dass man mehr Zeichen zur Verfügung hat, kann man sich deutlich besser präsentieren. Man muss nicht darauf achten, kurze Wörter zu nutzen, sondern kann genauso schreiben, wie man möchte, wie es sich am natürlichsten für einen Anfühlt.
Zudem ist Instagram eine Foto- und Videobasierte Plattform. Jeder Post beinhaltet mindestens ein Bild. Das kann ein spontan geschossenes Foto sein, ein bearbeitetes und optimiertes Foto oder ein Video. Die Beiträge hier sind viel aufwendiger als bei Twitter und benötigen mehr Mühe, sind dafür aber meist auch hochwertiger, denn sie können oft nicht so spontan entstehen wie ein Tweet.

Zudem haben Fotos und Videos den Vorteil, dass einem schriftlichen Beitrag auch eine optische Komponente beigefügt wird, was den Leser doppelt beansprucht, was ihn länger auf einer Seite hält. Dass diese Medien dem Autoren auch besser ein Gesicht verleihen als Twitter ist auch eine wichtiger Punkt. In den meisten Fotos sieht man den Account-Besitzer, man bekommt als User das Gefühl, ihm im Leben zu begleiten. Die Bindung zwischen Leser und Autor wird dadurch noch stärker. Die Beiträge werden schlicht persönlicher.
Natürlich sollten die Bilder und Videos zum jeweiligen Post-Text passen und sollten auch relativ lang sein. Oft wird in Leitfäden für Social-Media erklärt, dass längere Posts einen hochwertigeren Eindruck machen und dass die User dadurch das Gefühl bekommen, „Mehr“ zu bekommen. Doch ist es natürlich wichtig, dass Posts nicht gestreckt wirken. Wenn ihr zu einem Bild nicht viel zu sagen habt, dann sagt auch nicht viel.

Nutzen für Autoren

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Kontrollbesuch in der eigenen Wohnung.

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Als Autor bietet Instagram viele Möglichkeiten. Wie erwähnt natürlich Fotos und kurze Videos, für welche sich diese Plattform besonders gut eignet, da sie darauf aufgebaut wurde. Doch gibt es noch mehr Möglichkeiten. Eine der jüngsten Möglichkeiten ist „IGTV“.
Einige Autoren und Blogger haben einen YouTube-Chanel, auf welchem sie Videos als Artikel-Ersatz hochladen. Mit IGTV bietet Instagram eine Plattform eigene Alternative. Es gab in den letzten Monaten so einige „YouTube-Killer“ wie zum Beispiel Vidme. Doch deren größtes Problem ist der so genannte „Netzwerkeffekt“. YouTube ist erfolgreich, weil Google dahinter steckt und Google hat viele User. Dadurch hat auch YouTube viele User und dadurch wird YouTube größer, denn man geht auf YouTube, weil alle auf YouTube sind. Und Konkurrenten wie Vidme versagten, weil deren Userbase zu klein war. Erst mir einer großen Userbase kann eine Userbase wachsen, so ironisch das auch klingen mag.
Und mit IGTV schafft Instagram genau das. Instagram hat schon Millionen User und ist sogar Teil von Facebook. Dadurch haben Millionen Instagram User bereits IGTV und dadurch wird IGTV noch größer. Doch was sind die Unterschiede zwischen YouTube und IGTV?

YouTube bietet hochwertig produzierte Videos in allerlei Auflösungen und einer Länge von bis zu 10 Stunden. IGTV bietet maximal 10 Minuten-Videos und ist auf Hochkant-Formate ausgelegt, dem Format der Smartphones. Smartphones sind Instagrams Heimplattform und wird auf diesen Geräten am häufigsten genutzt.
Die gesamte IGTV-Plattform basiert auf der Unterstützung von Smartphones und das unterscheidet IGTV am ehesten von YouTube. Wir werden kaum Webserien und Filme hier finden. Es ist eine Weiterführung des Instagram-Posts-Prinzips.
Es eignet sich für Vlogs und Updates zu Büchern und Werken. Man kann dort einfach und schnell mit den Usern interagieren und ihnen einen Einblick in die Arbeit als Autor geben, wenn man dies möchte.
Wie weit sich IGTV durchsetzen wird, muss sich noch zeigen doch aktuell bietet es eine gute Alternative für YouTube, welche vor allem durch ihre Smartphone-Unterstützung und die spontanen Möglichkeiten auszeichnet.


Wie ihr seht, bietet Instagram viele Möglichkeiten für Autoren. Twitter ist gut fürs Vebrinden mit anderen Autoren, Instagram mit dem Verbinden von Fans. Daher bin ich seit einigen Wochen auch wieder Aktiv auf Instagram: David Schwamborn auf Instagram.

Was haltet ihr von der Plattform? Seid ihr dort ebenfalls aktiv?

5 Kommentare zu „Instagram für Autoren

  1. Mensch, du hast es dir wohl gerade zur Aufgabe gemacht, Beiträge zu schreiben, die für mich fast schon bestimmt wirken 😅
    Ich überlege seit einer kleinen Weile, welcher community ich beitreten möchte… Konnte mich eben auch nicht wirklich zwischen Tritte und Instagramm entscheiden, es wird nun aber wohl Instagramm werden, schlicht und einfach aus Marketing Gründen. Auch, wenn es wohl noch über ein gutes Jahr dauern wird, bevor ich veröffentliche oder länger (und da rede ich davon, wenn es nicht über einen Verlag läuft ^^), doch das Marketing während dessen ist ja definitiv sinnvoll! Insofern denke ich, du hast mich überzeugt ^^ in einigen Monaten wird es wohl doch Instagramm

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    1. Ja, ich lese gerne die Gedanken meiner Leser 😛 Ist so eine Macke von mir. Ein Leser möchte zum Beispiel auch, dass ich Garnelen-Salat Rezepte poste 😐

      Es ist gut, dass dein Buch noch in Arbeit ist. So kannst du direkt von deiner Arbeit berichten. Das wirkt viel weniger „Marketing“ als „Mein Buch ist raus, Kauft es!“ So können Leser dich aktiv begleiten. Das ist eine mega gute Chance.

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      1. Ja, ich denke auch, es ist ein guter Zeitpunkt über einen langen Zeitraum leute zu gewinnen, die sich tatsächlich dafür interessieren…
        Man muss bei der ganzen social Media Geschichte eben nur aufpassen, dass es nicht zu viel Zeit einnimmt… Erst recht da jz im August erstmal Umzug und Ausbildungsbeginn bei mir ansteht^^

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      2. Ja, da eignet sich Instagram auch gut für, es einfach zwischen durch zu machen. Man braucht nur ein Smartphone mit Kamera, und das haben viele von den Dingern xD

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