Was sollte ein Autor auf Instagram posten?

Schon wieder ein Instagram-Thema, denn es ist ein aktuelles Thema. Facebook verliert nach und nach an Reputation und der bittere Nachgeschmack einer rechten Szene macht den Social-Media-Giganten angreifbar und daher suchen viele Autoren ein neues „zu Hause“ (Auch wenn man sagen muss: Instagram gehört Facebook) und wie ich gestern schrieb, eignet sich Instagram sehr gut dafür. Als ich gestern mit einer Leserin über Instagram sprach, erinnerte ich mich an meine Anfangszeit auf dieser Plattform zurück und meiner größten Frage: Was soll ich da posten?

Ich selber kannte Instagram nur von Webvideo-Produzenten und Game-Developers. Diese Leute arbeiten mit einem optischen Medium und können daher viel ihrer Arbeit zeigen, doch als Autor kann man das nur bedingt. Klar, man kann hier und da ein Cover in die Kamera halten und sonst? Autoren haben es etwas schwerer als andere Leute auf der Plattform. Und während meiner recht langen Erfahrung mit der Plattform fand ich einige Dinge, welche man auf der Plattform posten kann und diese Punkte möchte ich euch als übersichtliche Liste mit Beispielen präsentieren. Dei Beispiele richten sich vorallem an Autoren die noch an ihrem Erstlingswerk arbeiten. Dinge wie Lesungen und Vorstellungen des Romans werden nicht beachtet.

Autoren-spezifisches

  • Fortschritte im Schreiben.

Leser die euch folgen, wollen vor allem eines wissen: Wann kommt das nächste Buch? Und um diesen Leuten ein kleines update zu geben eignet es sich sehr gut den Wordcount eures Projektes abzufotografieren und zu zeigen. Damit gebt ihr einen guten Einblick in eure Arbeit und wie weit ihr schon seid.

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The Ending is near!

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  • Das Cover

Ja, auch wenn ich diese Posts gerade verschmähte sind sie ein gutes Marketingmittel für Autoren, wenn sie eben nicht zu oft kommen. Ein Foto oder gar ein Screenshot eures vollständigen Covers bietet viele Vorteile: Es zeigt das Cover (offensichtlich), den Titel und am wichtigsten: Den Klappentext. Damit könnt ihr euren Followern direkt euer Werk so präsentieren, wie den Kunden in einem Buchladen. Großartig!

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Die Geschichte um mein #Buch "Weil du mir gut tust"ist keine einfache. Es war meine erste, reine #Liebesgeschichte. Ich musste viele Dinge, die ich im Kontext von vorherigen Fantasy-Projekten gelernt habe, neu erlernen, denn Dinge wie Charakterisierung und Spannungsaufbau funktionieren in jedem Genre völlig anders. Doch ich schaffte es zu einem fertigen Manuskript und gab es einem #Korrektor, der es korrigieren sollte. Doch er hat seine Arbeit nicht vollständig getan und aufgrund meiner Legasthenie habe ich es nicht bemerkt und mein Werk völlig fehlerhaft veröffentlicht. ABER ein toller neuer Korrektor tat das, was mein vorheriger Korrektor nicht konnte und korrigierte das Skript. Doch das sollte noch nicht alles sein, denn während ich beim #NaNoWriMo2017 mein 2. Buch #ProjectSeb verfassen werde, konnte ich einiges an Feedback für meinen ersten #Roman sammeln und einige Änderungen anwenden, wie das Szenario von Bayern nach Amerika umschiffen und einige kritischere Szenen entschärfen. Daher spiel "Weil du mir gut tust" nicht mehr im Dorf #Erzwald sondern in #Orewood in Amerika und mein Cover wurde bereits korrigiert und überarbeitet. Weitere Änderungen werden folgen! Doch vor Dezember wird es nicht bei veröffentlicht. #Schreiben #Writing #Liebesroman #Jugendroman #Autorenleben #Selfpublishing #buecher #writers #writerslife #writer #autorenalltag #writersofinstagram #authorsofinstagram #writingcommunity #writersnetwork #schriftsteller

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  • Alter Schund

Wer einen Roman schreibt, hat eine gute Chance vorher schon etwas geschrieben zu haben. Ich rede hier bei von „Schubladenwerken“, also Manuskripte und Geschichten, die es nie zur Veröffentlichung geschafft haben. Eine gutes Instagram-Motiv ist, diese Geschichten und Skripte auszudrucken und einfach mal abzulichten. Dazu noch einige Zeilen über dieses Werk und schon kann man zeigen, dass man auch schon vor dem Roman-Projekt geschrieben hat und das man sogar „Ressourcen“ in der Hinterhand hat. Und wenn diese Geschichten auch noch völlig andere Genres sind, als das aktuelle Projekt, zeigt man auch noch seine Autoren-Vielfalt.

  • Artikel-Bilder

Wer einen Blog oder eine Website führt, in welcher auch Artikel vorkommen, benutzt häufig Bilder in den Artikeln. Es ist gut, wenn man diese noch nachträglich bearbeitet (Wenn man das darf!) und ihnen so einen eigenen Touch gibt. Diese Werke kann man dann auch auf Instagram posten, bevor der Artikel online ist. Dieses Marketing-Tool nennt man „Teaser“. Es soll die Follower auf einen bald kommenden Artikel aufmerksam machen und das funktioniert auch!

  • Eure Buchsammlung

Nicht wirklich Autoren-Exklusiv aber dennoch ein effektives Marketing-Instrument: Bücher. Wer euch als Autor folgt, ließt gerne Bücher und da bietet es sich an, als Autor die eigene Büchersammlung zu fotografieren und zu posten. Damit zeigt man, wie belesen man ist und wenn man auch noch Werke des Romanprojekt-Genres ablichtet, zeigt man, dass man weiß, wovon man da schreibt.

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Bücherregal mit dem Prädikat: Ausbaufähig

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Autoren-Unspezifisches

  • KATZEN

Es klingt zwar unfassbar dämlich, aber Katzen ziehen immer. Die sind niedlich, arrogante Ärsche und flauschig. Das passt (Bis auf die Arroganz) auf alle Haustiere. Ein Foto eurer Vierbeiner macht euch zum einen Menschlicher und zum anderen zeigt es niedliche Tiere.

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Katzenpics verkaufen sich doch für, oder?

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  • Sport-Erfolge

Wenn ihr als Hobby oder gar professionell Sport betreibt, so könnt ihr das auch zu eurem Vorteil nutzen. Die Sport-Community ist in aller Regel unfassbar motivierend und liken alles, was mit Sport, Fitness oder Bewegung im Allgemeinen zu tun hat. Postet euch und eure letzten Sport-Erfolge und zeigt, dass ihr auch mehr als nur Wörtern besteht.

  • Essen

Ja, ein Klassiker. Und er ist eine perfekte Kombination mit Sport-Bildern. Eine gesunde Ernährung passt zum Sport und zeigt, dass ihr auf eure Ernährung achtet. Ein schönes, stilvolles Foto eures Essens regt an und macht Lust auf das Essen, es produziert sogar Glückshormone. Also kann man das ja auch mal machen!

  • Eure Hobbies

Kein Autor besteht nur aus Schreiben. Dafür ist es zu anstrengend. Daher besitzen wir Ventile, die wir „Hobbies“ nennen. Zeigt etwas von euren Hobbies, euren Erfolgen oder besonders coole Dinge die beim Sport, Zocken, Wandern oder sonst was passiert ist. Es gibt hier so gut wie keine Grenzen. Zu dem macht ihr andere Instagram-User mit den gleichen Hobbies auf euch und damit euer Buch aufmerksam.

  • Foto-Shooting

Das hier kann etwas teurer sein aber es lohnt sich sogar mehrfach! Wenn ihr eine gute Kamera habe, oder einen Fotografen anstellt, um einige Fotos von euch zu machen, präsentiert ihr euch in der besten Seite und habt sogar ein neues Profilbild für Instagram! Ein Fotograf kann natürlich etwas teuer sein aber manchmal hat man ja auch einen Freund, der eine gute Kamera hat und wie gesagt: Es lohnt sich mehrfach.


So! Das waren jetzt einige Vorschläge für Instageram-Posts. Es zeigt, dass auch Schreiberlinge mit Instagram umgehen können und es als nützliches Marketingtool verwenden können. Wichtig sind aber vor allem zwei Dinge: Zeigt euch so wie ihr seid und achtet darauf, dass euer Profil nicht zu sehr nach „Marketing“ schreibt. Kombiniert eure Autorentätigkeit mit euren Hobbies und Haustieren oder der gleichen und schon habt ihr ein gutes Instagram-Autoren-Profil!