[Video] Der weirde Wahnsinn von D4 – Dark Dreams Don’t Die

Ja, die Video-Produktion geht weiter voran! Heute geht es um ein Game mit Swery als Director und wie sein Wahnsinn inspiriert.

Das Skript

Es gibt Spiele, die bleiben wegen ihres Gameplays in Erinnerung. Es gibt Spiele, die bleiben wegen ihrer Geschichte in Erinnerung. Und dann gibt es Spiele, die für ihre Charaktere in Erinnerung bleiben. Doch heute geht es um ein Spiel, dass zwar auch für seine Charaktere in Erinnerung bleiben wird, aber vor allem für das Fehlen eines Endings. Im vorherigen Video über Alan Wake, wurde gesagt, dass das ungelöste Geheimnis am längsten in Erinnerung bleibt, und das trifft hier zu. Damit willkommen zu meinem Video zu D4 – Dark Dreams Dont Die.

Es ist das Jahr 2013. Auf einer Pressekonferenz der Electronic Entertainment Expo kündigt Microsoft ein Videospiel an, entwickelt von »Acess Games«, die sich bereits für Titel wie Deadly Premonition einen Namen unter Kennern gemacht haben. Das Spiel macht für mich zu nächst keinen bleibenden Eindruck. Es wird als Episoden-Spiel angekündigt und scheint auf den Hype rund um die Telltale-Spiele aufzuspringen. Daher verschwindet es schnell wieder aus meinem Blickfeld.
Dann, einige Monate Später, erscheint das Spiel bei Games with Gold und ich kann mir das Game ansehen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wer der ominöse »Swery« ist, der das Spiel directed hat, doch als ich D4 ausprobierte, wurde es mir bewusst: Einer der talentiertesten Director die ich kenne und D4 wurde zu einem meiner Lieblingsspiele.

In D4 spielen wir David Young, einem ehemaligem Detective der Polizei, dessen Frau, Little Peggy, vor zwei Jahren ermordet wurde. Ihre letzten Worte in Davids Armen waren »Look for D«, suche nach D. Seit dem versucht David den oder die ominösen D zu finden, um den Mord an seiner Frau aufzuklären. Und keine Sorge: Ich werde euch nicht spoilern und nutze lediglich Bildmaterial aus der ersten Episode und dem Prolog. So oder so könnte ich euch nicht spoilern, denn das Game wurde nie beendet.

Die erste Staffel, welche auch die finale ist, besitzt, neben dem Prolog, lediglich zwei Episoden und enden mit einem fiesen Cliffhanger. Einige Zeit nach beenden der ersten Staffel, kündigte Hidetaka »Swery« Suehiro an, das Studio hinter D4 zu verlassen und sein eigenes Studio zu gründen. Der kreative Mastermind hinter D4 war somit nicht mehr am Projekt beteiligt. Seit fast 5 Jahren herrscht nun Stille rund um D4 und einer möglichen zweiten Staffel. Es ist aktuell nicht anzunehmen, dass das Game jemals beendet wird.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Game. Während des Spielens steuern wir David durch sein Appartment und diversen Locations. Am Todestag seiner Frau erlitt David einen Kopfschuss. Dadurch verlor er zwar einen Teil seiner Erinnerungen, kann aber durch bestimmte Gegenstände, so genannte »Mementos« durch Raum und Zeit reisen. Die gesamte erste Staffel dreht sich um einen Drogen-Kurier, der mit einem Flugzeug zur Polizei gebracht werden soll und dessen Boss nur als »D« bekannt ist. Dieser »D« verkauft zu dem die Droge, die in Little Peggys Blut gefunden wurde. Doch mitten im Flug verschwindet der Drogenkurier und David nutzt ein blutverschmiertes Memento, um beim Flug dabei zu sein und herauszufinden, was mit dem Kurier passiert ist und wer »D« ist.

Sobald das Spiel gestartet wird, beginnt eine unvergessliche und unglaublich Weirde Reise durch die Geschichte. Nicht nur bietet die Story viel Potenzial durch einen Zeitreisenden Detective, ihre größte Stärke sind vor allem die Charakteren. Zum einen hätten wie die Frau / Katze Amanda, den Vielfraß Forrest und so viele mehr. Das ganze Spiel strotzt, trotz seiner Kürze nur so vor erinnerungswürdigen und abgefuckten Charakteren.

Noch nie sagte ich, so oft in einem Spiel »What the fuck« wie hier. Und das Spiel zeigt eine der wichtigsten Grundsätze aller Autoren: Deine Geschichte, dein Szenario und deine Charaktere können so verrückt und unfassbar Merkwürdig sein, wie du möchtest, es muss nur ein stimmiges Gesamtbild abgeben. Wenn alles total merkwürdig und überzeichnet ist, dann passt es. Und es sollte jedme klar sein, der das Spiel spielen möchte. Ihr tut es nicht für das Gameplay, denn das is tnichts weiter als runtergebrochenes Adventure-Design. Ihr steuer David zu festgelegten Punkten, könnt ihn also nicht wirklich frei steuern. Und die Action-Sequenzen sind Quick-Time-Events, die zwar großartig inszeniert sind, aber spielerisch wenig Tiefgang besitzen.

D4 – Dark Dreams Dont Die ist nicht für jeden gedacht. Das Gameplay ist nicht der Rede wert und die Charaktere für viele wohl zu wirr. Doch diejenigen, die sich auf das Spiel einlassen können, erleben faszinierende Charaktere in einer tollen, nie beendeten Geschichte, in die sie sich einfach fallen lassen können.