Wenn die Technik streikt

In den letzten zwei Jahren hatte ich immer wieder Probleme mit der Technik, vor allem mit Computern. Das war vor allem der Grund, warum sich mein zweiter Roman so weit hinausgezögert hat. Und dann gab es wieder kurze Probleme mit der Technik.

Als ich mit dem Schreiben anfing, nutzte ich einen Laptop. Ganz ehrlich: Ich weiß nicht mal mehr, wie ich den überhaupt bekommen habe. Ich habe mal für ein Software-Unternehmen gearbeitet und dort als Software-Tester einen ähnlichen Laptop bekommen. Genau wie mein erster eigener Laptop, war auch der für die Arbeit mit einer sogenannten „Docking-Station“ Ausgeliefert, also einem Anschlussgerät, um ihn umfangreicher an Bildschirmen anschließen zu können, ohne den Laptop ständig offen zu haben.

Mein guter alter Thinkpad T400

Das Gerät war für mich damals eine kleine Revolution, da ich so theoretisch überall schreiben konnte. Ich nutzte ihn sogar während meiner Zeit in der Jugendhilfe, um in den Pausen zu Schreiben, zu plotten oder um sonst irgendwie zu arbeiten. Doch irgendwann, kurz vor meinem Antritt an der Volkshochschule, geschah das Worst-Case-Szenario eines jeden Autoren. Es war das Technik-Pendant des Kaffees, der über dem händisch verfassten Manuskript vergossen wurde: Der Lüfter gab den Geist auf.

Durch die Bauweise meines Laptops und die Sicherheitsmaßnahmen zur Prävention eines Schadens durch Überhitzung, bedeutete das vor allem eines: Sobald der Laptop hochfährt und erkennt, dass der Lüfter kein Signal mehr hergibt, schaltet sich der Laptop automatisch ab. Diese Sicherheitsmaßnahme tritt so schnell in kraft, dass nicht mal der Zugriff auf das BiOS möglich ist.
Das hat mich damals in eine unerwartete Existenzkrise geworfen. Ich konnte nicht mehr schreiben! Klar, händisch wäre es noch möglich, aber das ist für mich nicht das Gleiche. Es ist zu anstrengend für mich und ich brauche zu viele Programme nebenbei, Rechtschreibprüfung, Stil-Analyse etc, dass ich nicht auf einen Computer verzichten konnte.

Durch meinen guten Freund Philipp bekam ich nach einigen Monaten der kreativen Abstinenz einen neuen Computer. Einen richtigen Tower-PC, den ich bis heute nutze. Ich rüstete ihn mit einer alten Grafikkarte auf und konnte wieder schreiben. Vor einigen Tagen geschah mir dann leider ein kleine Fauxpas: Der PC viel mir herunter und ich dachte erst, das wäre es gewesen, denn selbst die Grafikkarte, die ich extra für den PC kaufte, war herausgefallen.
Wenn ich den PC hochgefahren habe, stand dort, dass das Betriebssystem nicht durch die CD geladen werden konnte. Dann änderte ich im BiOS die Einstellung so, dass er das Betriebssystem von der Festplatte laden sollte, aber auch das ging nicht, da er immer versuchte, das Betriebssystem von einer CD zu laden.
Die Lösung war dann doch sehr simpel: Die Festplatte war nicht mehr angeschlossen. Ein kleines Kabel fiel heraus. Heute wieder reingeschoben und es funktionierte. Nun, Windows-Typisch lud der PC erst mal ein neues Update. Aber das ist halt Windows.

Was ich mit diesem Artikel sagen will ist, dass ich weiß, dass viele meiner Leser auch selber schreiben. Und was bei all der Planung des Plots, der Spannungskurven und dem Erstellen von Charakteren oft vergessen wird, ist das Absichern von technischen Fehlern.
Was tut ihr, wenn euer Computer kaputtgeht? Auf dem Smartphone zu schreiben ist unfassbar anstrengend. Händisch Schreiben wäre eine Option, muss aber meist irgendwann digitalisiert werden, wenn man das Skript zum Beispiel auf Kindle-Direct hochladen möchte. Die wichtigste Vorbereitung ist aber, das regelmäßige Abspeichern von Skripten auf externe Medien. Sei es ein USB-Stick, euer Handy oder ein Cloud-Dienst wie OneDrive. Selbst wnen euer PC kaputtgeht, habt ihr so immer eine Kopie eurer Arbeit zur Hand.

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