Der Soft-Reboot des Blogs

Das oder auch der Blog // oder auch Weblog // ist ein meist auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.

Wikipedia

Natürlich gefällt es mir nicht unbedingt, Wikipedia hier als Quelle zu benutzen. Vor allem nicht zum „Soft-Reboot“ meines Blogs. Das liegt natürlich zum Teil an deren Umgang mit self-publishing-Autoren, dennoch ist dieses kurze Zitat perfekt dafür geeignet, die neue Umstrukturierung meines Blogs vorzustellen. In den letzten Wochen habe ich einige neue Artikel geschrieben. So z.b. eine Rezension zum Playstation 4 exklusiven Action-Rollenspiel bloodborne. Und schon da nutzte ich eine neue Art, wie ich blogge.

Früher habe ich tagelang an einem Artikel geschrieben. Habe Ideen gesucht, diese über Tage gedanklich vorbereitet und schließlich zu „Papier“ gebracht. Diese Arbeit machte ich vorzugsweise am Computer. Mit Maus und Tastatur ließ sich damals mein Blog deutlich angenehmer mit Inhalten befüllen, als es ein Touchscreen je könnte. Doch diese Art, einen Blog zu betreiben, hat einen verheerenden Nachteil: es ist sehr statisch.

Ein Upgrade der Leistung – Ein Downgrade der Größe

Mit statisch meine ich vor allem, dass es eine gewisse Überwindung braucht, um am PC zu schreiben. Ich muss erst den Computer anmachen, etwas, dass ich im Sommer besonders ungerne tue, da er meine Wohnung aktiv aufheitzt. Dann muss ich mich auf den leider sehr unbequemen Stuhl setzen und mit meinem viel zu langsamen Computer so lange auf WordPress herum tippen, bis mein RAM vor der Last mehrerer Google-Chrome Tabs kapituliert und anfängt zu flackern. Das ist natürlich ein sehr subjektives Problem, das dennoch für mich existiert.

Ich musste mir also überlegen, wie ich meinen Blog weiter betreiben kann, ohne dass ich auf meinem Computer angewiesen bin und da ist natürlich das Smartphone die erste Wahl. Denn ich habe es immer bei mir und kann es sehr leicht mitnehmen. Um ganz ehrlich zu sein: mein Smartphone ist auch noch deutlich leistungsstärker als mein PC. Der Umstieg auf mein Handy war also nicht gerade schwierig für mich.

Auf Twitter sehe ich immer wieder Blogbeiträge von anderen Autoren und Bloggern. Und ich bin tatsächlich ziemlich überrascht gewesen, welchen anderen Fokus, vor allem Blogger, bei ihren Blogs gesetzt hatten. Während viele Autoren auf einen eher beeindruckendes Design zu setzen scheinen, scheint der Fokus bei Bloggern vor allem in der Übersichtlichkeit zu liegen. Und genau da möchte ich ansetzen!

Mobil und dynamisch

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, hat sich das Design im Blog deutlich entschlackt. Es ist nun übersichtlicher geworden und deutlich Textbasierter. Bilder waren schon immer ein Problem für mich, wenn es um meinen Blog geht. Es hat in der Bearbeitung viel Zeit und vor allem RAM eingenommen, was sich dann in der Qualität der Texte widergespiegelt hat. Auch mit einem Smartphone ist das Einfügen von Bildern und das punktgenaue skalieren eben jener für die Formatierung alles andere als komfortabel, weshalb ich in Zukunft auf Bilder verzichten werde.

Ich bin ein Autor. Ich möchte, dass vor allem meine Texte für mich sprechen, und nicht Bilder, die andere, deutlich talentiertere Fotografen erstellt haben, die ich dann auf einer Stock-Seite heruntergeladen und hier eingefügt habe. Ich möchte, dass meine Website mich repräsentiert. Und wenn Fotografie nur bedingt zu meinen Interessen gehört, hat das hier entsprechend wenig Platz. Wenn ich jedoch mal Fotos erstelle und die zu einem Artikel passen, werde ich sie natürlich einfügen!

Doch ändert sich der Blog nicht nur strukturell, sondern auch inhaltlich. Früher habe ich vor allem über das Schreiben gebloggt was aber nicht mehr zeitgemäß ist. Schreibblogs gibt es wie Sand am Meer. Vielen fehlt eine gewisse Identifikation. Das heisst: sie unterscheiden sich häufig, nicht immer, nicht sehr stark voneinander. Und ich möchte kein Opfer davon werden.

Themenvielfalt

Ich möchte nicht nur über das Schreiben bloggen, sondern über alle Themen, die mich interessieren. Das ist natürlich zum großen Teil das Schreiben aber auch Videospiele und vieles mehr. Ich möchte hier jetzt nicht unzählige Themen aufzählen, und mich dann quasi an diese „binden“, sondern möchte die Erwartungshaltung offen halten. Hier kann es Artikel zu allem möglichen Themen geben. Das gibt dem Blog natürlich eine gewisse Unberechenbarkeit.

Was ihr natürlich auch schon bemerkt habt, ist die optische Struktur dieses Artikels. Die Absätze sind deutlich kürzer gehalten. Das liegt natürlich an der Natur der Smartphone-App von WordPress. Mehr und mehr Menschen benutzen Smartphones, um im Internet zu surfen. Und wenn ich meiner Statistik und den Berichten anderer Blogger-Kollegen Glauben schenken darf, nutzen auch mehr als die Hälfte aller User auf den Blogs ein Smartphone. Und ja: daran werde ich mich orientieren.

Computer haben einen gewaltigen Vorteil. Sie sind sehr anpassungsfähig. Dadurch, dass sie meistens sehr große Bildschirme haben, können Sie nahezu alle Formate und Designs auf Websites darstellen. Ein Smartphone ist dort deutlich eingeschränkter. Der Bildschirm ist viel, viel kleiner und auf Smartphone nicht angepasste Webseiten sind für User an mobilen Endgeräten ein Graus! Daher macht es nur Sinn, die Website auf das Smartphone anzupassen, weil Computer-Nutzer dadurch keinen Nachteil haben. Maus und Tastatur bietet eine deutlich präzisere navigation, als eben Finger und Touchscreen.

Und jetzt kommen wir noch mal zurück zum Zitat am Anfang dieses Artikels. Ein Blog ist ein Tagebuch, ein Journal. Und genauso möchte ich meinen Blog auch aufziehen. Habe ich bestimmte Ansichten und Meinungen, von denen ich denke, dass sie es auch wert sind geteilt zu werden, werde ich dazu einen Artikel schreiben. Und zwar „freischnauze“. So, als würde ich es in ein Tagebuch schreiben.

Es ist ziemlich schwierig den Unterschied zu erklären. Doch es fühlt sich anders an, einen Artikel über Tage vorzubereiten, statt ihn wie ein Tagebuch aufzuziehen. Ich hoffe natürlich, dass in den nächsten Artikeln der unterschied klarer wird. Und bis dahin hoffe ich auch, dass ihr euch auf weitere Artikel freut!