Die kleinen Schritte des Entzugs

Dass ein Entzug nicht einfach wird, das wusste ich. Das Koffein war mir in den letzten Monaten immer und immer wichtiger geworden. So entsteht nun mal eine Sucht und mittlerweile mache ich große Fortschritte, über die ich heute berichten möchte.

Um es vorweg zu sagen: ich mache keinen Entzug in einer Klinik oder einer sonstigen Einrichtung. Mein Entzug geschieht vollkommen auf mich alleine gestellt zu Hause. Ich wusste, dass mein Entzug zwar nicht einfach sein wird, er wird sogar ziemlich schwer, aber ich wusste auch, dass er kein Vergleich zu bekannteren Entzügen sein wird.

Klar: auch eine Koffeinsucht kann schwerwiegende Folgen haben und einen sehr anstrengenden Entzug nach sich ziehen. Denn noch war ich der Überzeugung, dass andere Süchte eher einen Platz verdienen als meine Koffeinsucht. Daher ist für mich ein Aufenthalt in einer Klinik fur eine Reha das allerletzte Mittel. Doch ich habe kein Problem damit, Hilfe anzunehmen, sollte ich sie in dieser Form benötigen.

Doch kommen wir nun zu den Fortschritten, die ich gemacht habe: zu Beginn meines Entzugs krank ich am Tag bis zu 2 Liter Energy Drink. Und das in sehr kurzen Abständen. (weniger als 15 Minuten für alle vier 500ml Dosen.) und zu meinem Stolz bin ich mittlerweile bei 660ml am Tag angekommen. Das ist aktuell die Menge, die ich trinken kann, um keine Kopfschmerzen oder andere, schwerwiegendere Symptome zu erleiden. Diese Menge werde ich natürlich auch weiter reduzieren. Von 660ml komme ich irgendwann auf 500 ml. Das ist dann eine große Dose, statt den früheren vier großen Dosen. Darauf folgt dann eine ist 330ml Dose. Das ist die kleine.

Ist dieser Schritt erreicht, werde ich auf Koffein verzichten. 0 ml am Tag. Sollte es zu Kopfschmerzen kommen, werde ich auf eine 250 ml Dose reduzieren und schließlich auf Tee wechseln.

Nachtrag

Ich arbeite mittlerweile seit einigen Tagen an diesem Artikel. Immerwieder füge ich neue Absätze hinzu wenn ich die Zeit dazu finde. Während dieser Zeit habe ich meinen koffeinentzug etwas verändert. Ich habe versucht zu gucken, wie viele Tage ich komplett ohne Koffein auskommen, bevor die Kopfschmerzen anfangen. Zu meiner Überraschung schaffe ich zwei Tage ohne Probleme. Erst am dritten Tag werden die Kopfschmerzen deutlich stärker.

Ich werde nun versuchen die Zeit, die ich habe bevor ich Kopfschmerzen bekomme, zu erhöhen. Mir würde es schon reichen, wenn ich einfach nur am Wochenende Koffein trinke. Das wäre ideal für Tätigkeiten wie z.b. arbeiten. Auch meine Darmentzündung würde davon drastisch profitieren. In den zwei Tagen, wo ich kein Koffein zu mir genommen habe, habe ich sofort eine drastische Verbesserung bemerkt.

Ich werde nun schauen wie es sich bewerkstelligen lässt. Und falls es Neuigkeiten gibt, werde ich darüber berichten. Denn ich kann mir vorstellen, dass es viele Leute gibt, die gerne auf Koffein verzichten möchten. Auch wenn es vielleicht keine wirkliche sucht bei denen ist.